Neuer Partner fuer die Friedrich-Hebbel-Schule

Abstimmung Schulname
 
 Wie soll die neue Schule heißen? Christian Langhinrichs (links), Schulverbandsvorsteher von Wesselburen, und Manfred Lindemann, Vorsteher des Amtes Eider, bei der Stimmabgabe am 9. Juni in der Friedrich-Hebbel-Schule (Foto: Bleckwehl).
 
 

Mit Spannung blickt die Friedrich-Hebbel-Schule dem Schuljahr 2017/18 entgegen, in dem ihr gleich zwei große Veränderungen bevorstehen. Zum 1. August fusioniert sie mit der Eiderlandschule in Hennstedt, und im Herbst wird sie ihr neues  Schulgebäude beziehen. 

 

Die Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren. Gesucht wird ein Name für die neue Schule; in der engeren Wahl sind „Eider-Nordsee-Schule“, „Marsch- und Geest-Schule“ sowie „Schule zwischen den Deichen“. Die Mitglieder der Schulgemeinschaften sowie Vertreter der Schulträger und der Verwaltung können über diese drei Vorschläge abstimmen. Das Ergebnis der Abstimmung stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

 

„Auch wenn die neue Schule Friedrich Hebbel nicht mehr im Namen trägt, wird das Andenken an den weltberühmten Sohn der Stadt am Standort Wesselburen weiterhin gepflegt“, versichert Thorsten Rode, der Leiter der Friedrich-Hebbel-Schule und Leiter der fusionierten Schule. So plant er zum Beispiel eine Kooperation mit dem Hebbel-Museum, um den Schülern Leben und Werk des Schriftstellers anschaulich zu vermitteln.  

 

Mit insgesamt 550 Schülern ist die Zukunft der neuen Gemeinschaftsschule an beiden Standorten dauerhaft gesichert, denn nach bisherigem Stand muss eine weiterführende Schule mindestens 240 Schüler aufweisen. „Deshalb sind wir die Kooperation mit der Eiderlandschule eingegangen“, erklärt Christian Langhinrichs, der Vorsteher des Schulverbands  Wesselburen.  Manfred Lindemann, der Vorsteher des Amtes Eider, freut sich über die gesicherte Zukunft für die weiterführende Schule in Hennstedt.   

Da beide Partner voll hinter der Fusion stehen, schreiten die Verhandlungen zügig voran. Mit 312 Schülern ist Wesselburen der größere Standort, aus diesem Grund übernimmt der Schulverband die Trägerschaft der neuen Schule. Beide Standorte werden aber gleichberechtigt sein. Die Gebäude, die Ausstattung und das nichtpädagogische Personal der Schulen finanziert jeder Fusionspartner auch künftig selbst. 

 

Große Fortschritte macht auch der Schulneubau in Wesselburen. Am 12. Mai konnte das „Dichtfest“ gefeiert werden, nun widmen sich die Handwerker verstärkt dem Innenausbau. Nach den Herbstferien werden die Schüler die neuen Klassenräume, die modernen Fachräume und die offenen Lernlandschaften beziehen. Die großzügige, lichtdurchflutete Aula kann nicht nur als Mensa genutzt werden, sondern dank einer Bühne auch für öffentliche Veranstaltungen. 

 

Sobald die Schüler umgezogen sind, beginnen die Arbeiten an dem denkmalgeschützten Altbau. Er wird zu einem „Haus der Bildung“ umgestaltet, das von der Stadtbücherei, der Volkshochschule und dem Bildungsbüro genutzt wird. Im Erdgeschoss entstehen das Lehrerzimmer und die Räume der Schulleitung. Der Trakt, in dem zurzeit die Schulverwaltung untergebracht ist, wird abgerissen. Die Offene Ganztagsschule zieht in ein neues Schulclubhaus ein.  Die Gebäude werden von Sportanlagen, einem attraktiven Schulhof und gepflegten Grünflächen eingerahmt. Auf 6.400 Quadratmetern Bruttogeschossfläche entsteht für knapp 15 Millionen Euro ein hochmodernes Bildungszentrum, von dem nicht nur die Schüler, sondern alle Bürger Wesselburens und Umgebung profitieren werden. (sb)