Mit Selbstbewusstsein zum Ziel

Das neue Projekt „Punktlandung im Beruf" bereitet Schüler optimal auf Praktikum und Bewerbung vor
 
Ein intensives Training in guten Umgangsformen bot das Projekt „Punktlandung im Beruf" Achtklässlern der Eider-Nordsee-Schule. An beiden Standorten in Hennstedt und Wesselburen vermittelten Experten vom 2. bis 4. Mai 2018, zeitlich passend für die anstehenden Praktika, wertvolle Tipps für ein sicheres Auftreten. Die Schulung wurde von der Bildungskette des Amtes Büsum-Wesselburen organisiert und von Kooperationspartnern der Schule unterstützt.
Ein Teil der Finanzierung kam von der Bildungskette. Die Stiftung „Kinder des Windes" hat die Kosten für die Dozenten in Wesselburen übernommen. „Die Idee hat uns überzeugt", erklärt Wilhelm Borcherding, der 1. Vorsitzende. „Die Schüler erhalten eine solide Grundlage für das Berufsleben. Außerdem wird ihr Selbstbewusstsein gestärkt. Das passt zum Ziel der Stiftung, die Zukunftschancen junger Menschen in der Region zu verbessern." Das Konzept hatten Petra Giese von der Bildungskette des Amtes Büsum-Wesselburen und Susanne Bleckwehl, die Bildungsmanagerin des Schulverbandes Wesselburen, gemeinsam entwickelt. Beide werden von der AktivRegion Dithmarschen gefördert.
Iris Hoffmeyer und Susanne Brandt-Stange von der Agentur „Die Lösung" vermittelten Kenntnisse zur korrekten Begrüßung, zur Handy-Netikette und zum Umgang mit Medien. Außerdem analysierten sie mit den Schülern deren Stärken und Schwächen – eine wichtige Vorbereitung, um den passenden Beruf zu finden und im Bewerbungsgespräch zu überzeugen.
Einen spannenden Einblick in die Praxis boten zwei renommierte Gasthöfe, Gut Apeldör aus Hennstedt und Gasthof Leesch aus Reinsbüttel. Restaurantfachmann Hannes Leesch hatte sich drei Vormittage Zeit genommen. Nach einem Rundgang durchs Haus durften die Schüler im Lager stöbern und ihrer Kreativität beim Dekorieren des Tisches freien Lauf lassen. „Sie haben dabei tolle Ideen entwickelt", lobte Hannes Leesch, der ihnen zeigte, wie man eine Tafel festlich deckt und sich bei Tisch korrekt benimmt. „Der Löffel wird zum Mund geführt, nicht der Mund zum Löffel", erläuterte er beim gemeinsamen Drei-Gänge-Menü, zu dem der Gasthof die Schüler eingeladen hatte. Vom höflichen Benehmen des Nachwuchses war Leesch sehr angetan: „Sie waren aufmerksam und haben alles gewissenhaft aufgeräumt."
Auch die Schüler waren begeistert. „Einen richtig guten Einblick habe ich erhalten", fasst Madlen Andresen ihre Eindrücke zusammen. Auch Maxime Villmann, die mit dem Gedanken liebäugelt, in die Gastronomie zu gehen, bewertete die Projekttage positiv. Als besonders hilfreich empfanden die Schüler die Tipps von Coach Agnes Geers aus Meldorf an, die ihnen unter anderem erklärt hatte, wie man vor einem Vorstellungsgespräch das Lampenfieber erfolgreich bekämpft.
Angesichts der guten Resultate wünscht sich Schulleiter Thorsten Rode eine Verstetigung des Projekts: „Neben fachlichen Qualifikationen ist die Persönlichkeit im Berufsleben ein entscheidender Faktor. Daher ergänzt diese Schulung unser Angebot in der Berufsorientierung." Erfreulicherweise hat die Stiftung „Kinder des Windes" bereits zugesagt, das Projekt langfristig zu unterstützen. Auch der Gasthof Leesch und das Gut Apeldör können sich eine Wiederholung sehr gut vorstellen. (sb)